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Träger

Regionalgruppe Essen Ärzte für Frieden und soziale Verantwortung NRW




In Kooperation mit
Friedenskultur 2012
Zur Tagung „Friedenskultur 2012“ in Essen kamen rund 100 TeilnehmerInnen zusammen um über die Möglichkeit einer Welt frei von Atomwaffen zu diskutieren. Im Gegensatz zur Tagung „Friedenskultur 2010“ im März 2010 herrschte allerdings eher Ernüchterung statt Optimismus vor. Damals machten viele Entwicklungen Hoffnung auf konkrete Schritte zu einer atomwaffenfreien Welt: Die USA und Russland hatten sich gerade über ein neues START-Abkommen verständigt, in New York bekräftigte die Staatenwelt, dass eine Welt ohne Atomwaffen auf der Agenda steht und der Koalitionsvertrag der deutschen Regierung sah einen Abzug der in Deutschland verbliebenen Atomwaffen vor. Doch trotz dieser negativen Tendenz, war die Stimmung bei der Tagung prächtig.
Nach der Einstimmung mit einem Grußwort von Reinhard Paß (Oberbürgermeister Stadt Essen), er trat bei der „Friedenskultur 2010“ den Mayors for Peace bei, ging es mit den Beiträgen von Giorgio Francescini (HSFK) und Regina Hagen (atomwaffenfrei.jetzt) schnell ins Inhaltliche. Beide zeigten prägnant auf, wie (schlecht) es um die Abrüstung im Jahr 2012 steht.
Mit diesem Hintergrundwissen konnten sich die TeilnehmerInnen zwischen verschiedene Workshops entscheiden, in denen spezielle Aspekte der nuklearen Bedrohung und Lösungsansätze vorgestellt und diskutiert wurden. Besonders gut besucht war beispielsweise der Vortrag von Prof. Dr. Werner Ruf (siehe audiofile), der kompetent und sachlich über das besonders heikle Konfliktfeld „Naher Osten“ sprach. Die Diskussion ging schnell zu Fragen über die Verantwortlichkeit der einzelnen regionalen Ländern und den USA über und den Möglichkeiten die komplexen Konflikte zu entschärfen und abzubauen. Zuletzt auf seine Haltung zur „Responsibility-to-Protect“-Strategie angesprochen, führte Werner Ruf argumentativ eindrucksvoll seine Ablehnung gegen diese Begründungsideologie für militärische Interventionen an. Schlussendlich, so sein Fazit, öffne die „humanitäre Intervention“ Tür und Tor für eine willkürliche, neo-imperialistische Poltik westlicher Staaten.
Beim Abschlussplenum wurde besonders die Vorstellung der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“ von Xanthe Hall (IPPPNW) begrüßt. Sie stieß bei den interessierten TeilnehmerInnen auf offene Ohren. Insbesondere das neue Video der Kampagne, dass am Montag online gehen wird, kam besonders gut an.

